MTB Trainingslager, 28.03. bis 02.04.2016, in Breisach am Rhein

Das diesjährige Trainingslager zur Saisonvorbereitung des Nachwuchs-Radteams Steinlach-Wiesaz ab U13 führte dieses Jahr wieder einmal ins bewährte Revier in Breisach am Rhein.

Eine Gruppe von 15 Teilnehmern und Betreuern traf sich bei frostigen Temperaturen am Ostermontag an der Kulturhalle Gomaringen zur Verladung der Räder und des Gepäcks. Die Anreise verlief komplikationslos, so daß wir um 11:00Uhr an der Sport-Jugendherberge Breisach eintrafen. Am Anreisetag wurde das mitgebrachte Vesper verzehrt. Da die Zimmer wie erwartet erst nachmittags bezogen werden konnten, machten wir mittags wie geplant eine großteils gemeinsame Ausfahrt aller Altersgruppen.

Die Fahrt führte, die grundlegenden Rennradtechniken in der Gruppe einübend, rheinabwärts auf der französischen Rheinseite bis Fessenheim, wo wir am ziemlich alten und vielfach pannenerprobten Atomkraftwerk haltmachten und uns kurz über den Nutzen und die Risiken dieser Technologie unterhielten. Für die Jüngeren ging es noch wenige Kilometer am Rhein entlang, dann im Landesinneren nordwärts und zurück zum Quartier, das nach ca 55 Km in gut 2 Stunden erreicht war. Wie an den Folgetagen war das Programm der Teilnehmer ab U17 länger, es umfaßte fast 80 Km, die in 2h45min mit einigen knackigen Sprints garniert absolviert wurden. Bereits bei diesem Einrollen zeigte sich der teils böig-frische Wind als "natürlicher Feind" des Radsportlers. Während er als Rückenwind zu hohem Tempo und Selbstüberschätzung verleitet, hindert er als Gegenwind direkt am zügigen Vorankommen und frustriert vor allem auf den endlosen Geradeauspassagen der französischen Seite. Und schließlich als Seitenwind erfordert er ständiges Gegenlenken und höchste Konzentration, besonders wenn zusätzlich Lastkraftwagen überholen.

Abends gab es stets warme Speisen, sowie ein reich gedecktes Salatbüffet. Danach trafen wir uns im umfunktionierten Tischtennisraum zur kurzen Besprechung, zum Dehnen, Stabilisierungs-Übungen und zum Faszien-Training mit der "Black Roll"®. Die erste Nachtruhe war wohlverdient.

Am zweiten Tag begannen wir um 7:30 mit frühsportlichem 20minütigem Joggen, nach Dehnungsübungen ging es zum reichhaltigen und schmackhaften Frühstück. Radsportlich sollte uns an diesem Dienstag der Kaiserstuhl gefangennehmen: morgens wurden am Berg harte Höhenmeter erklommen, nach dem Essen in der Jugendherberge wurde er nachmittags im Uhrzeigersinn umrundet, für die Großen ging es im Gegenuhrzeigersinn und danach erneut hinüber nach Frankreich, diesmal rheinabwärts. Wie an allen Tagen schloß sich das abendliche Programm an.

Der Mittwoch war als Ruhetag ohne anstrengende Radeinheit konzipiert. Wegen schlechtem Wetter wurde aufs Radeln ganz verzichtet, der Morgen wurde genutzt, um einige frisch Überzeugte mit Black Rolls® zu versorgen und Kaffee trinken zu gehen. Nachmittags entspannten wir uns in der Vita Classica-Therme Bad Krozingen.

Donnerstag war das Programm differenziert: während die Jüngeren morgens auf einer relativ flachen 40 Km Etappe ihre Sprintkünste verbesserten, und nachmittags nochmals über 60 Km bewältigten, wagten sich die Großen an die hohen Berge: Der Schauinsland wurde "locker" bewältigt, die Teilnehmer waren so begeistert, daß sie noch einen Schlenker nach Frankreich anhängten!

Freitag wurde zum ersten Mal ein defekter Schlauch gewechselt, glücklicherweise wurde der Platten vor Fahrtantritt bemerkt. Während die Jüngeren erneut in den Kaiserstuhl zum Bergtraining gingen, und bemerkten, daß dies nicht mehr mit der Frische des Dienstages ablief, und sich mittags auf der deutschen Rheinseite die Beine freistrampeln durften, hatten die Großen am Vortag Blut geleckt: Die "Königsetappe" stand an, die Vogesen sollten trotz des kühlen und teils schauerhaften Wetters angegriffen werden. Es standen der "Col de la Schlucht" und der "Le Markstein" auf dem Programm. Die Ostrampe von Munster aus brachte uns auf 22Km  bei meist moderater Steigung von 350 auf 1138m ü.NN! Von der noch laufenden Skistation führte eine kurze Abfahrt in ein Hochtal auf 740 m, wegen Schnee anders als ursprünglich geplant hinauf auf den Col du Bramont (956m). Eine lange Abfahrt bis auf 560m schloß sich an, bevor es wieder 630 Hm hinauf auf den Le Markstein(1184) ging. Dort zwang erneut die nicht geräumte Straße zum Col du Platzerwaasel zu Streckenänderungen: anstatt wie geplant die letzten Höhenmeter zu erklimmen und dann ins Tal der Étang zum Auto abzufahren, waren wir gezwungen, komplett in die Rheinebene(240m) abzufahren, um dann nochmals "kurz" zum Col du Firstplan(722m) aufzusteigen, bevor  die Heimfahrt nach Breisach angetreten werden konnte. Die Tachos zeigten fast 120 Km bei 2500 Höhenmetern an. Der abendliche Pizzeria-Besuch lässt sich mit "Erschöpft, aber glücklich!" treffend beschreiben. 

Am Samstag stand bereits wieder die Heimreise an, deshalb mußten die Zimmer zeitig geräumt werden. Bei der abschliessenden Ausrollrunde konnten noch die letzten Körner beim Ortsschildsprint verbrannt werden, dann ging es heim!

Danke allen, die diesen tollen Abschluß der Saisonvorbereitung ermöglicht haben:

dem Sponsor Fa. Gummi-Reiff,

den Vereinsfunktionären und -mitgliedern,

den Organisatoren und Teilnehmern.